Aufschluss über den Sauerstoffverbrauch der Wurzeln dank der Sendot-Sensoren
Chris Blok und seine Mitarbeiter von Wageningen UR haben ermittelt, wie viel mehr oder weniger Sauerstoff die Wurzeln verbrauchen, wenn die Zusammensetzung der Nährlösung variiert wird*. Der verwendete Versuchsaufbau ist in seiner Einfachheit geradezu genial (Abb. 1). Die Ergebnisse der Messungen sind bahnbrechend, weil diese Werte noch nie so direkt ermittelt wurden. Die Versuche wurden mit Tomate, Paprika und Gurke durchgeführt. Die Messungen wurden mit dem Sendot-Sauerstoffsensor durchgeführt. Dieser Sensor misst auch die Temperatur in der Wurzelumgebung.

Kurz gesagt, eine Standardnährlösung für Tomaten enthält 16 mM Nitrat. Wenn Nitrat halbiert wird, müssen andere Anionen zusätzlich zugeführt werden, um den richtigen EC-Wert zu erreichen. Die Wurzeln verbrauchen 12% weniger Sauerstoff, wenn zusätzlich Chlorid verwendet wird, und 20% mehr Sauerstoff, wenn zusätzlich Sulfat verwendet wird. Der Unterschied im Sauerstoffverbrauch zwischen Chlorid und Sulfat beträgt also über 30%.
Für eine generativere Nährlösung ist es also besser, so weit wie möglich zusätzliches Chlorid zu nehmen als zusätzliches Sulfat. Diese Feststellung hat mehrere Konsequenzen. Erstens ist der Energieverbrauch für die Aufnahme auch 30% unterschiedlich: Dieser Unterschied geht auf Kosten der Wuchsleistung! Zweitens ist der Sauerstoffgehalt in der Wurzelzone oft begrenzt. Da mit Chlorid weniger Sauerstoff verbraucht wird, können die Wurzeln die Elemente länger aktiv aufnehmen. Drittens sind Wurzeln mit höherem Sauerstoffgehalt widerstandsfähiger (Abb. 2).

Aktive Wurzeln benötigen Sauerstoff; niedrige Sauerstoffkonzentrationen führen zu einer verminderten Aufnahme von Düngemitteln und Wasser und zu einer geringeren Widerstandsfähigkeit. Für eine gründliche Forschung sollte daher immer der Sauerstoffgehalt in der Wurzelumgebung bestimmt werden. Dies kann mit dem Sendot-Sensor nicht nur in der Forschung, sondern auch auf Ihrem Feld geschehen. Dort gilt genau das Gleiche!
Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Genehmigung von Sendot Research in irgendeiner Weise vervielfältigt werden.