Während der Lagerung verschlechtert sich die Saatgutqualität aufgrund der Alterung unwiderruflich. Je länger das Saatgut gelagert wird, desto geringer werden die Keimfähigkeit und andere Qualitätsparameter. Die kumulativen Auswirkungen, die größtenteils durch Oxidationsprozesse verursacht werden, können schließlich zu irreparablen Schäden am Embryo führen. Daher ist es für Saatgutunternehmen von entscheidender Bedeutung, die Oxidationsrate während der Lagerung zu überwachen und die Qualitätsparameter wertvoller Saatgutpartien im Auge zu behalten. Sendot hat zu diesem Zweck eine zuverlässige, nicht-invasive Methode entwickelt.
Nicht-invasive Bestimmung der Oxidation
Die Abnahme der Sauerstoffkonzentration im Laufe der Zeit entspricht direkt der Oxidation. Je nach Sauerstoffverbrauch sind für eine zuverlässige Messung mehrere Stunden (hohe Oxidationsrate, widerspenstiges Saatgut) bis mehrere Wochen (niedrige Oxidationsrate) erforderlich.
Fall: Rapssaat
Das nachstehende Diagramm zeigt die Entwicklung der Sauerstoffkonzentration einer Rapsprobe bei Raumtemperatur. Im Laufe von 14 Tagen nahm die Konzentration um 1% ab, was einem Sauerstoffverbrauch (Oxidation) von 40 ug/g trockener Saat entspricht. Eine Erhöhung der Umgebungstemperatur auf 40°C führte zu einem Sauerstoffverbrauch von 160 ug/g Saatgut nach 14 Tagen. Die Oxidationsrate war in diesem Fall sogar viermal so hoch. Die Kenntnis der Oxidationsrate ermöglicht fundiertere Entscheidungen hinsichtlich der Lagerungsbedingungen und der Lagerungsdauer von Saatgut.

