Der Tomatenzüchter Koos van der Burg aus Berkel en Rodenrijs ist schon eine Weile dabei. Er besuchte die Versuchsstation für Gartenbau noch zu Zeiten, als ‘man beim Betreten alle möglichen Messgeräte an den Pflanzen hängen sah, bei denen man dachte: ‘Was soll ich damit machen?’
Damals waren die Techniken für Koos und mit ihm für viele Gärtnerkollegen noch ‘abacadabra’. Manchmal immer noch, aber nach und nach haben immer mehr Techniken ihren Weg ins Gewächshaus gefunden. Auch, oder gerade, für Koos. Er verfolgt neue Techniken aufmerksam und wagt es, sie häufig in seiner eigenen Anbaupraxis zu testen. Verschiedene Sensoren unterstützen ihn bei diesen Tests, darunter seit diesem Jahr auch Photosynthese-Sensoren. “Ich möchte in der Lage sein, Pflanzenstress frühzeitig zu erkennen, um Nasenfäule zu verhindern”, sagt er.
Messen von Neuerungen
Koos stieß auf die Sauerstoffsensoren von Sendot, nachdem er letztes Jahr in einen Nanoblasengenerator investiert hatte, um sein Gießwasser mit Sauerstoff anzureichern. Nachdem diese Anlage in Betrieb genommen wurde, wollte Koos unbedingt verfolgen, was sie mit seinem Wasser macht. “Man kann die Blasen sehen, aber dann hört es auf, mit einem Sensor funktioniert das”, sagt er.”
Bereits im letzten Jahrhundert wurde Koos erstmals mit einer solchen Technik zur Sauerstoffanreicherung bekannt gemacht. Bei dieser Technik erwies sich der Vorgang jedoch als suboptimal. “Sobald das Wasser den Tropfer erreicht hatte, gab es kein sauerstoffangereichertes Wasser mehr. Mit der heutigen Nanoblasen-Technologie funktioniert es, und das kann ich anhand der Messungen mit den Sauerstoffsensoren sehen.”
Praktisch
Diese Zuverlässigkeit ist für Koos entscheidend und spricht für sich selbst, aber natürlich spielt auch die Benutzerfreundlichkeit eine Rolle, ebenso wie die Tatsache, dass ein Produkt erschwinglich sein muss. Beides erklärt Koos anhand früherer Erfahrungen. “Ich habe schon früher Temperaturmessungen an Früchten durchgeführt. Die Sensoren dafür befanden sich jedoch an einem großen Arm, und das erwies sich als praktisch unpraktisch. Für die Erntehelfer war der Sensor oft im Weg, und wenn er einmal versehentlich angestoßen wurde, waren die Messungen nicht mehr korrekt. Mit den aktuellen mobilen Photosynthese-Sensoren von Sendot ist das viel einfacher. Diese werden mit einem Clip am Blatt befestigt. Einmal in der Woche schaue ich nach ihnen und kontrolliere dann alles. Das geht gut.”
Intelligente Werkzeuge
Inzwischen können die Landwirte viel einfacher und kostengünstiger messen, zum Beispiel mit den Sensoren von Sendot. Erwin Gräfe, kaufmännischer Leiter beim Sensorentwickler, sitzt mit Koos am Tisch und hört sich aufmerksam seine Erfahrungen an. “Als wir anfingen, haben wir uns sofort auf bezahlbare, praktische Sensoren konzentriert. Keine teuren Laborgeräte, sondern Sensoren, die sich für die praktische Mentalität eignen, die den Gartenbau kennzeichnet. Nur so können die Gärtner Schritte in Richtung eines datengesteuerten Anbaus unternehmen. Ich persönlich gehe davon aus, dass unsere Photosynthese-Sensoren in einigen Jahren zu einfachen‘ Chips geworden sein werden. Mit mehr Sensoren kann dann ein vollständigeres Bild der Pflanze im Gewächshaus gewonnen werden.
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